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DEFAULT : Alp Gross Widderegg
02.01.2014 11:00 ( 2212 x gelesen )


- Die Alp Gross Widderegg liegt unmittelbar unterhalb der Alp Grueb
- 3 Ster Buchenholz, es riecht sehr fein
- Ein Alpkreuz aus verzinkten Wasserleitungsrohren, sehr speziell
- Romanshorn, wo der Bodensee am grössten ist
- Verschiedene Trophäen und ein geschmiedeter Schlüssel
- Getrocknete Silberdisteln und ein Kupferkessel
- Gelungenes WC-Hüsli, darin ein Bild von einem Alpabzug
- Alphornspiel neben dem Stall, ein wunderbares Echo
- Ein Schleichweg führt über zwei wackelige Brücken zurück zum Ahorn


Die Alp Gross Widderegg liegt unmittelbar unter der Alp Grueb. Unterwegs treffen wir auf eine grosse Scheiterbeige, ich schätze rund drei Ster. Vom Duft des frischen Holzes kann ich kaum genug bekommen. Etwas weiter unten ist ein, für mein Empfinden, sehr spezielles Alpkreuz. Es ist aus feuerverzinkten Wasserleitungsrohren und wirkt deshalb sehr filigran, die Idee finde ich aber noch raffiniert.

Vor der Hütte liegt ebenfalls viel Brennholz, diese Stapel sind mit einer speziellen Werbeblache zugedeckt. Ein grosses farbiges Bild mit der Aufschrift: „Komm nach Romanshorn, wo der Bodensee am grössten ist.“ Das lässt mich vermuten, dass die Besitzer von dort kommen, was sich dann später im Alpkataster auch bestätigt. An der Hauptfassade hängen verschiedene Trophäen, Hirschgeweihe, Hörner eines grossen Widders und neben der Türe sticht mir ein geschmiedeter Schlüssel ins Auge. Auf der Scheiterbeige vor dem Haus sind einige getrocknete Silberdisteln und am Firstbalken hängt ein altes Käsekessi aus Kupfer. Im Sommer blühen darin sicher schöne Alpenblumen.

Beim Stall ist auf der Nordseite ein kleines WC-Hüsli mit Plumpsklo angebaut. Es erinnert mich an meine Jugendzeit, als das alte Haus in der oberen Webern noch stand. Wir hatten ein ganz ähnliches WC. In der kälteren Jahreszeit stieg der „würzige“, warme  Gülleduft nach oben, was natürlich nicht gut roch. Dafür hatte man in dieser Zeit eine Kruste an der Jaucheoberfläche. Im Frühling, wenn wir die Gülle ausführten, war die Kruste weg, die darunterliegende dünnflüssige Jauche spritzte dann gerne nach oben was eher unangenehm war. So hatte jede Jahreszeit seinen Vorteil. An der linken Wand hängt ein kleines Bild von einer Alpabfahrt. Auch an unserer WC-Wand hing ein Bild, darauf stand der Spruch: „Windle und Binde ghöre in Chübel, sös wird’s mer bim Gülle ustue übel.“

Neben dem Stall spiele ich drei Alphornstücke, hier ist das Echo noch deutlicher als auf der Alp Grueb, einfach wunderschön. Danach machen wir uns wieder auf den Heimweg. Ein Schleichweg führt direkt zur Kiesstrasse. Im Wald treffen wir auf eine archaische Brücke, ich zweifle zuerst ob sie uns überhaupt noch hält, wir beide sind dann aber der Meinung, dass wenn sie bis jetzt gehalten hat uns auch noch darüber lässt. Etwas naiv, aber sie hat gehalten. Weiter unten im Wald treffen wir auf eine weitere Brücke, diese ist etwas besser im Schuss, solche Wege gefallen mir speziell gut.    


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