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DEFAULT : Alp Staubern
20.10.2013 09:00 ( 2289 x gelesen )

- Morgens um 05:50 beim Pfannenstiel, Christian wartet schon
- Wegen der Dunkelheit finden wir den Einstieg nicht
- Mit Stirnlampen durch den Wald, es wird immer steiler, schon fast gefährlich
- Christian redet nicht viel, er war bis 02:00 im Schlössli
- Erst kurz vor 08:00 sind wir auf dem Staubernsattel
- Etwas oberhalb der Hütte sehen wir 10 Gämsen
- Die Hütte ist eingestürzt, vom Stall stehen nur noch die Grundmauern
- Ein Kaffeekrug aus Aluminium, später finde ich auch noch das passende Beckeli dazu
- Mit wackligem Stand spiele ich auf dem Dachgiebel Alphorn, kein Echo
- Weiter unten auf einer Felsrippe gibt es ein Echo Richtung Säntis
- Es geht weiter nach Rehhütten


Mein Schwager Christian aus Shanghai ist wieder einmal für ein paar Wochen in Appenzell. Seine Frau Mimmie war auch hier, denn am 27. September heirateten die beiden und das anschliessende Fest im hohen Hirschberg war richtig schön. Jedes Mal, wenn Christian hier ist, unternehmen wir zusammen eine Tour im Alpstein. Wir haben an diesem Sonntagmorgen bereits um 06:00 beim Parkplatz Pfannenstiel abgemacht, beide sind aber bereits 10 Minuten früher da. Super, denn ich war mir nicht ganz sicher, ob er überhaupt kommen wird, denn am Abend zuvor war er im Schlössli eingeladen. Ich habe meine Wanderausrüstung an, Christian seine Lederjacke, Lederstiefel und die „böckigen“ Iron Heart Jeans, welche man mindestens 2 Monate ohne waschen tragen muss damit sie sich etwas an den Körper anschmiegen.

Anhand meiner Karte führt der Wanderweg beim Bauernhof von Toni Hollenstein vorbei, geradewegs nach oben, dort stechen wir in den Wald. Einen rostigen Stacheldraht müssen wir überqueren, wobei mein Alphornsack zu Schaden kommt, „so en Seich“! Mit der Stirnlampe schauen wir nochmals auf die Karte ob wir auch wirklich am richtigen Ort sind, müsste eigentlich passen. Im Wald ist es sehr steil und rutschig, wir hoffen deshalb, dass wir den Weg irgendwo finden können. Es wird aber immer steiler, wir können nur noch auf allen Vieren gehen und dann stehen wir vor einer Felswand. Wir haben beide ein mulmiges Gefühl, diesen Weg wieder zurück kommt für uns nicht in Frage. Christian klettert deshalb Stück um Stück voraus und zieht immer wieder das Alphorn hoch bevor ich nachkomme. Wir beide sind sehr erleichtert als wir oben ankommen. Den Wanderweg entdecken wir schlussendlich etwa 50 m weiter links.

Kurz vor 08:00 erreichen wir den Staubern Sattel, Christian hatte bis dahin nicht viel geredet. Oben angekommen klärt er mich dann auf. Er war bis 02:00 im Schlössli und er habe noch selten so gelitten wie gerade eben.

Etwas oberhalb der Alphütte entdecken wir 10 Gämsen, sobald sie uns sehen nehmen sie Reiss aus Richtung Südwesten. Die Hütte ist eingestürzt, das heisst, sie wurde vermutlich von der grossen Schneelast zerdrückt. Dort wo der Stall war, ist nur noch ein Haufen Holz, die Dachkonstruktion kann man noch erkennen. In diesem Wirrwarr aus Holz, Steinen und Draht finde ich eine alte Kaffeekanne aus Aluminium mit schwarzem Griff. In der Hütte ist unter anderem verschiedenes Zaunwerkzeug, eine Petrollampe, Strohballenschnüre, ein Tränkbecken und eine Büchse Salz untergebracht. Schade dass die Hütte in solch schlechtem Zustand ist, mit dem rostigen runden Kamin sieht sie aus wie ein Schiffwrack.

Mit dem Alphorn auf der Schulter besteige ich auf das Blechdach und spiele zwei Stücke. Der wacklige Stand und das fehlende Echo animieren nicht für mehr. Südwestlich gibt es Felsen, da muss doch auch ein Echo sein. Ich gehe deshalb auf der Felsrippe rund 100m nach unten und versuche es nochmals. Hier ist es bedeutend schöner zu spielen. Danach gehen wir weiter Richtung Restaurant Staubern und Alp Rehhütten.


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