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DEFAULT : Heimweide Kloster-Lauftegg
05.03.2013 14:30 ( 1914 x gelesen )


- Die Heimweide Lauftegg gehört dem Kloster Leiden Christi
- Skilift Lauftegg
- Der Schulweg meiner Grossmutter
- Das Haus ist für Ferienzwecke
- Hinter den vielen Fenstern ist sicher der Esssaal
- Das Schild passt nicht auf den Türrahmen
- Die Geschichte der armen Seele die immer wieder den Hag versetzen musste
- Kein Echo Richtung Jakobsbad, Richtung Kronberg schwaches Waldecho
- Oberhalb dem Kloster blase ich nochmals 3 Stücke
- Ein leises Bravo ist aus dem Klostergarten zu hören 


Zum Abschluss der heutigen Tour mache ich mich auf den Weg Richtung Heimweide Kloster-Lauftegg. Diese gehört, wie es der Name sagt, dem Kloster Leiden Christi. Im Skilifttrasse steige ich dem Ziel mühsam entgegen, im Wald wechsle ich auf den ordentlichen Wanderweg, denn dort gibt es eine Spur im Schnee. Meine Grossmutter, sie ist 1998 gestorben, kreuzt nun meine Gedanken. Sie ist in der Lauftegg aufgewachsen und musste diesen Weg immer zu Fuss in die Schule nach Gonten. Sie erzählte auch von ihrem Vater, dieser sei immer einmal im Jahr von der Lauftegg bis ins Kloster Einsiedeln gepilgert. Er startete jeweils sehr früh in der Nacht und kam sehr spät wieder nach Hause. Als Jugendlicher konnte ich das eigentlich nie so richtig glauben. Laut Angaben im Internet misst ein Weg 65km,  es kann deshalb wirklich so gewesen sein, dass mein Urgrossvater ungefähr 30 Stunden unterwegs war um die Mutter Gottes in Einsiedeln zu huldigen.

 
Das Haus der Heimweide ist eigentlich recht gross, neben dem neuen, grossen Stall scheint es aber eher klein. Das Kloster vermietet es für Ferienzwecke. Anhand der vielen Fenstern im 1. Obergeschoss vermute ich, dass sich dahinter ein grosszügiger Gemeinschaftsraum oder Esssaal befinden muss. Wie üblich möchte ich das Alp-Horn Schild auf dem Türrahmen befestigen, der ist aber zu schmal oder mein Schild zu breit und auf dem Schindelnschirm will es mir auch nicht recht gefallen. Ich entschliesse mich deshalb es bei einer Stalltüre zu platzieren. Beim Einschlagen der Nägel kommt mir ein ungutes Gefühl hoch. Eigentlich befinde ich mich hier auf Privatgrund und rund 200m weiter oben wohnt der Bewirtschafter, beobachtet er mich? Eine weitere Geschichte meiner Grossmutter kreuzt meine Gedanken. Sie erzählte von einer armen Seele, die man bei Nacht und Nebel hier oben manchmal hören konnte.

Diese war im richtigen Leben ein Bauer der den Grenzhag hin und wieder zu seinen Gunsten versetzte. Nach seinem Ableben war seine Seele an die schlechte Tat gefesselt und musste immer wieder den Hag versetzten. Man hörte dann immer ein dumpfes, regelmässiges Schlagen, mich schaudert es heute noch wenn ich mir das vorstelle. Meine Grossmutter bat mich deshalb immer vor dem Einschlafen noch ein Vaterunser für die Armen Seelen zu beten. Diesen Rat  hatte ich immer befolgt trotz meines jugendlichen Alters.
 
Ich glaube deshalb, dass die armen Seelen das Alphornspiel hören, oder vielleicht auch nur spüren können und schicke ihnen ein paar Melodien mit meinem Instrument. Richtung Jakobsbad kommt wie auf Schöni und Schlepfen kein Echo zurück, ich versuche deshalb mein Glück Richtung Kronberg. Hier gefällt es mir schon besser obwohl nur ein schwaches Waldecho zu hören ist. Das Stück „em Valentin sis“, es ist sehr anspruchsvoll zu blasen, möchte ich einmal ohne Schnitzer vortragen. Und siehe da, es gelingt zum ersten Mal.
 
Auf dem Heimweg mache ich oberhalb dem Leiden Christi noch einen kurzen Halt. Ich möchte wissen wie es in der Nähe vom Kloster tönt. Die Gebäude reflektieren den Schall etwas zurück, was mich aber sehr freut ist ein leises, liebevolles „bravo“ aus dem Klostergarten.          


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