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DEFAULT : Alp Göbsi
27.03.2012 16:00 ( 3090 x gelesen )


Grenzstein von 1850, Kantonsgrenze
- Ein roter Plastiksack unter einem Stein, was ist da drin?
- Es ist ziemlich windig
- Kein geeigneter Echoplatz
- Im Stall höre ich jemanden hämmern, oder doch nicht?
- Die Krokusse blühen
- Ziegen sind auf der Weide, das Alphornstück „Gässchmalz“ passt genau
- Bauer Martin Fuchs ist begeistert, so gefällt ihm das Alphorn am besten


In Gonten fährt man bei der Turnhalle hoch bis zum obersten Bauernhof, Oberschwarz 14, von dort ist man zu Fuss in rund 10 Minuten auf der Alp Göbsi . Ein grosser Kantonsgrenzstein sticht mir sofort ins Auge, er steht auf einer kleinen Anhöhe direkt vor der Alp. Ein älterer Wanderer erklärt mir, dass die Kantonsgrenze von hier in schnurgerader Linie zur Hundwiler Höhe verläuft. Und der junge Bläss, der ihm folge, kenne ihn schon länger, er gehe diesen Weg jeden Tag. Nur heute sei er etwas spät dran, sein Knie mache Probleme, in der Nacht musste er Schmerztabletten nehmen. Der Bläss komme meistens mit bis zur Hundwiler Höhi…

Nach ausführlichem Gespräch packe ich das Alphorn aus und mache ein paar Bilder zusammen mit dem Markstein. Beim Abräumen entdecke ich etwas kleines Rotes unter einem Stein der vor dem Grenzstein liegt. Ein Plastiksack kommt zum Vorschein, der Bauer hat sicher ein paar Nägel darin aufbewahrt, denke ich, und lege den Stein wieder darauf. Mein Gwunder ist aber stärker, deshalb hebe ich den Stein nochmals, nehme den Sack hervor und öffne ihn. Da kommt ja ein Tuperwareböxli zum Vorschein! Darin ein Tagebuch, ein Bleistift, ein Sackmesser, ein Äuteli und ein spezielles Tongefäss. Auf dem Tagebuch steht: „Grenzerfahrung, by Team Geoguemper“, darin stehen verschiedene persönliche Einträge. Was für Grenzerfahrungen diese Personen wohl gemacht haben, oder suchen sie diese?
 
Von hier aus spiele ich noch ein Stück Richtung Gonten, der starke Wind verbläst aber alles, das Horn beginnt sogar im Wind zu schwingen, hier ist definitiv kein geeigneter Platz zum Spielen. Ich wechsle deshalb meinen Standort und spiele hinter dem Haus Richtung Ausserrhoden noch ein Stück. Hier windet es etwas weniger, dafür fühle ich mich beobachtet, aus dem Stall höre ich ein leises Hämmern. Der Platz gefällt mir auch hier nicht speziell gut, deshalb möchte ich nur noch mein Alp-Horn Schild bei der Alphütte montieren und mich dann wieder auf den Heimweg begeben. Hat mich der hämmernde Bauer vom Stall schon bemerkt? Soll ich in den Stall rufen und ihn fragen wegen dem Schild? Das Hämmern hört sich etwas unheimlich an, als ich aber in die Nähe des Stalles komme, kann ich beruhigt aufschnaufen. Der Wind hat ein Teil des Stalldaches abgedeckt, ein Abschlussblech ist nach oben gebogen und schaukelt im Takt mit dem Wind hin und her und macht eben dieses komische Hammergeräusch.
 
Auf der Wiese ob dem Stall blühen die ersten Krokusse, welche Pracht! Für die Blumen blase ich noch ein letztes Stück und gehe danach talwärts. Beim Bauernhof Oberschwarz sind jetzt die Geissen auf der Weide, ihr Fell scheint so weiss, dass ich das Gefühl habe, Bauer Martin Fuchs habe sie vor dem ersten Auslauf noch so richtig schön gestriegelt. Es reizt mich herauszufinden, wie die stolzen Tiere auf Alphorntöne reagieren, das Stück „Gässchmalz“ scheint mir zu passen. Den Geissen ist das aber so lang wie breit, sie bewegen sich nicht vom Fleck und geben auch keinen Laut von sich, „jä nu“.
 
Martin Fuchs ist gerade draussen vor dem Stall, ich gehe auf ihn zu und entschuldige mich wegen dem Auto das ich einfach hin gestellt habe. Er meint, das Auto störe ihn nicht, dafür gefällt ihm das Alphornspiel um so besser: „Genau e so mos es see, i ghöres halt am liebschte elee.“


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