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DEFAULT : Heimweide Klein Rossberg
24.05.2015 20:15 ( 1177 x gelesen )


- Parkplatz unterhalb Bachers
- Die schönen Heuwiesen riechen sehr fein
- Bei der Alp Fuhlen hängt immer noch die Karte hinter dem Schild
- Das Fuhlenseeli nun ohne Schnee, gibt es Tiere darin?
- Es ist niemand da, vor dem Haus blühen farbenprächtige Blumen
- Die Wäscheleine ist bereits gespannt
- Die „Säges“ mit dem Wetzstein warten auf ihren nächsten Einsatz
- Beim Weidkreuz ein Alphornstück, kein Echo
- Ein weiteres unten beim Baum, Applaus von oben, drei Frauen hören zu
- Unter einem Fass steht geschützt eine Güllenpumpe
- Es geht weiter Richtung Schaien Rossberg

Die Heimweide Klein Rossberg könnte man von Brülisau über die Risi bequem mit einem Geländewagen erreichen. Da mir der Weg zur Alp Fuhlen noch in bester Erinnerung ist, entscheide ich mich für die Variante von Noreden. Beim kleinen Parkplatz unterhalb Bachers stelle ich meinen Wagen ab und gehe über einen frisch gemähten Streifen Wiese hinunter zur anderen Strasse. Die Heuweiden sind schon recht hoch gewachsen und die verschiedenen Blumen darin sind wunderschön. Dazu kommt der intensive Duft, als Kind hatte ich immer meine Probleme damit. Sobald die Bauern das Heu mähten, hatte ich mit Heuschnupfen und Asthma zu kämpfen. Darüber bin ich heute zum grossen Glück hinweg.

Bei der Alp Fuhlen ist meine Infokarte immer noch hinter dem Alp-Horn Schild und die Werbeplache baumelt noch genau gleich schräg an der Fassade herunter wie vor 6 Wochen. Das Fuhlenseeli war beim letzten Besuch noch zugefroren, jetzt ist es bis zum Rand gefüllt mit Wasser. Wassertiere kann ich aber auf die Schnelle nicht entdecken, es würde mich aber eigentlich schon noch interessieren ob es darin Frösche oder Lurche gibt, Fische wird es bestimmt keine geben. Im Alpkataster ist vermerkt, dass die Alp ihren Namen vom streng riechenden Seeli bekommen habe. Das könnte ich so nicht unterstreichen, es kann aber durchaus sein, dass es im Hochsommer bei niedrigem Wasserstand den einten oder anderen faulen Duft hervortreibt.

Bei der Heimweide Klein Rossberg scheint niemand da zu sein. Vor der Hütte wachsen zwischen Steinbrocken farbenprächtige Blumenpolster. Die Natur fasziniert mich immer wieder, vor zwei, drei Wochen lag hier noch Schnee und jetzt blühen diese kleinen Pflänzchen wie aus dem Nichts und möchten jedem gefallen. Hinter dem Haus ist eine Heuballenschnur als Wäscheleine gespannt und beim Stall steht eine „Säges“ mitsamt Wetzstein bereit für ihren nächsten Einsatz. Oberhalb der Hütte steht ein grosses eisernes Weidkreuz mit einem Gusseisernen Heiland. Dort spiele ich ein erstes Alphornstück, ein Echo bleibt leider aus. Ich probiere es deshalb unterhalb der Melster neben dem grossen Baum nochmals, aber auch dort klingt es nicht besser. Dafür bekomme ich Applaus von drei Frauen die rund 100m weiter oben auf dem Wanderweg stehen. Gerne spiele ich noch drei weitere Stücke als Zugabe, danach formt eine der drei mit beiden Händen einen Trichter vor dem Mund und ruft laut: „Danke villmol!“, und alle drei winken freundlich. Danach widme ich mich wieder dem Fotografieren.


Unter einem der Länge nach aufgetrennten Blechfass steht geschützt eine Güllenpumpe. Das ist wieder einmal so ein Objekt das mich inspiriert, mein unteres Alphornrohr passt sogar perfekt in den Ansaugstutzen. Ich glaube es ist genau das, was mich an meinem Alp-horn Projekt so fasziniert, das Unnütze, die Sachen die es eigentlich gar nicht gibt, das abnormale Normale. Ab und zu habe ich dabei ein komisches Gefühl wenn ich solche Sachen inszeniere, wie gerade jetzt. Die drei Frauen stehen immer noch da oben und schauen meinem unnützen Wirken aufmerksam zu, was die wohl denken? Früher hätte ich es vielleicht unterlassen weil man schnell als Spinner abgestempelt wird. Je älter ich aber werde desto weniger macht es mir aus, im Gegenteil, ich habe sogar meinen Spass daran und ein kleines Kribbeln im Bauch ist sogar erwünscht.


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