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DEFAULT : Heimweide Oberes Horn
07.05.2015 19:30 ( 1223 x gelesen )


- Hinter dem Restaurant Edelweiss auf dem grossen Parkplatz
- Nachbarhaus mit Gaden ganz neu im Appenzeller Stil
- Über den Erdwall hüpfe ich von Stein zu Stein
- Ein rostiges Fass und ein altes Wasserrohr, darin eine Weinbergschnecke
- Wieso ist das obere Horn kein Ganzjahresbetrieb?
- Es gibt keine Zufahrtsstrasse
- Geräte des Winterfunparks stehen hinter dem Gaden
- Alphornspiel, danach die Kirchenglocken, kein Echo
- Tannen mit vielen dürren Ästen
- Es geht weiter Richtung Blättli
- Laute Hammerschläge, Waldständer für die Bienen
- Viele Schafe auf der Weide

Hinter dem ehemaligen Restaurant Edelweiss liegt ein grosser Parkplatz welcher in der Skisaison jeweils recht gut besetzt ist. Dies ist aber erst der Fall seit der Skilift Horn mit einer Kunstschneeanlage ausgestattet ist. Die Idee der IG Horn war vor allem, dass die Kinder aus der Region auch in Zukunft das Skifahren erlernen können, Klimaerwärmung lässt grüssen. Die Niederschläge im Winter sind trotz kühlen Temperaturen recht unterschiedlich und teils sehr sparsam, was den Betrieb der Skischule nicht immer einfach machte. Nun sind die Pisten während rund drei Monaten super präpariert und ziehen viele Auswärtige Familien und sogar Trainingsgemeinschaften an. Das Gelände beim Horn ist sehr ideal, deshalb wurden seit der neuen Errungenschaft wieder vermehrt Rennen ausgesteckt.

Auf halbem Weg Richtung Oberes Horn steht ein Bauernhaus mit Scheune das gerade komplett erneuert wurde. Das Haus ist zwar noch eingerüstet und die Umgebungsarbeiten im Rohzustand, was mich besticht ist der typische Appenzeller Stil, Kompliment an Architekt und die Bauherrschaft. Der Wanderweg ginge irgendwo an diesem Haus vorbei über die Wiese welche im Moment mit grossen Erdhaufen und Steinen belagert ist. Es bleibt mir also nichts anderes übrig als über die Hindernisse zu steigen, also vorsichtig von Stein zu Stein zu hüpfen damit die Schuhe nicht allzu dreckig werden. Etwas weiter oben, bereits auf der Liegenschaft Oberes Horn, steht ein altes verrostetes Fass in der Wiese und daneben guckt eine Wasserzuleitung aus der Erde. Ich denke nicht, dass dieser kuriose Weidbrunnen noch in Betrieb ist, denn darin wachsen einige Pflanzen und eine schöne grosse Weinbergschnecke hat sich eingenistet.

Ich frage mich, warum diese Liegenschaft kein Ganzjahresbetrieb ist, so unweit von der Kirche gelegen. Das sehr steile Gelände und die fehlende Zufahrtsstrasse lassen mich vermuten, dass diese Voraussetzungen in der heutigen Zeit sicher keine Existenz mehr sind. Im Buch Innerhoder Heimweiden kann ich dann nachlesen, dass die Liegenschaft der Ebenalpbahn gehört, das Haus ganzjährig zu Ferienzwecken vermietet ist und die Weide nur noch mit Schafen bewirtschaftet wird. So sind die eigentlich schlechten Gegebenheiten für alle Beteiligten zu einem Vorteil geworden zudem hat die IG Horn im Winter einen anspruchsvollen Steilhang für ihre Rennen und im Sommer Platz für die sperrigen Geräte des Funparks die jetzt hinter dem Gaden stehen.
Vor dem Haus spiele ich drei Alphornstücke, danach beginnen die Kirchenglocken den Abend einzuläuten, eine kleine Entschädigung für das fehlende Echo. Danach packe ich das Instrument wieder in den Sack und befestige das Alp-Horn Schild neben der Eingangstüre. Nun mache ich mich auf zum Blättli, welches etwas höher liegt und nur durch den Wald abgetrennt ist. Hinter dem Stall ist eine richtig steile Halde bis zu Felswand, das Haus ist sogar durch einen Erdwall vor Steinschlag geschützt. Die ersten Tannen sind teils dürr und haben viele dünne Äste die ganz gespenstisch herausstehen. Ich überlege hin und her, ob ich dies fotografieren soll. Dazu muss ich erstens hinaufklettern, das Alphorn nochmals auspacken und zudem möchte ich auch beim Blättli noch etwas von der Abendsonne haben. Da ich aufgrund des fehlenden Echos nur ein einziges Mal hier oben bin, entscheide ich mich für das Foto.

Bevor ich weiter oben in den Wald abbiege, steht dann auch wirklich eine Herde Schafe auf der Wiese bei der Bergstation Horn und guckt mich fragend an. Einen Bock kann ich nirgends entdecken, denn ich werde von einem lauten Hämmern abgelenkt. In 200m Entfernung kann ich eine grosse und zwei kleine Personen erkennen die einen Holzpfahl einschlagen und eine Metallplatte darauf setzen. Dies ist Migg Breitenmoser der Ständer für seine Waldbienen montiert. 25 Metallplatten hatte ich ihm letzte Woche geliefert für eine neue Idee die er mit seinen  Imkerkollegen ausprobiert, er benennt sie Apideaständer.


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